Die Militärkaserne von Cocula besitzt ein Krematorium

Die Gretchenfrage: Wie steht die deutsche Regierung zu einem Vertragspartner für ein Sicherheitsabkommen, der auf dem Gelände einer Militärkaserne ein Krematorium unterhält.

Die Militärkaserne von Cocula, wo jene Soldaten stationiert sind, die in der Nacht im Einsatz waren, als die 43 Studenten von Ayotzinapa verschwanden, besitzt ein Krematorium. Darauf verweist ein gestern in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erschienener Bericht. Ferner ist dem Beitrag von Philipp Lichterbeck zu entnehmen, dass sich die Staatsanwaltschaft (mit ihrer Version, die Studenten seien auf einer Müllhalde verbrannt worden) auf die Aussagen von drei Kartellmitgliedern stützt, die gefoltert wurden. Schon früher wurde auf die Unmöglichkeit einer Einäscherung, so wie sie von offizieller Seite dargestellt wird, hingewiesen. Dazu zählt, dass niemand in der Umgebung der Müllhalde, wo dies angeblich passiert sein soll, einen Feuerschein gesehen oder Rauch wahrgenommen hat. Dass es in der fraglichen Nacht vor Ort geregnet hat und zwar teilweise sehr heftig, ist seit langem bekannt. Als auf der Müllhalde Knochenfragmente gefunden wurden, die später als zu einem Studenten gehörig indentifiziert wurden, waren die argentinischen Forensiker nicht dabei. Laut NZZ ist ein Experte zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Leichen der Studenten in einem Krematorium verbrannt worden sein müssen.

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