Die ZEIT: Deutschland „Teil des Problems“

In einem am 27. Dezember erschienenen Beitrag in der Wochenzeitung Die ZEIT wird Deutschland zu einem „Teil des Problems“ erklärt. Mit Waffenlieferungen aus Deutschland würden korrupte Polizisten aufgerüstet und das organisierte Verbrechen gestärkt werden. Die ZEIT bezieht sich damit auf die Tatsache, dass mindestens 36 G36-Sturmgewehre des baden-württembergischen Rüstungsunternehmens Heckler & Koch in den Besitz der Polizei von Iguala gelangt waren, die die Verantwortung für das gewaltsame Verschwindenlassen der 43 Lehrerstudenten aus Ayotzinapa verantwortlich sind.

In dem Beitrag wird darauf verwiesen, dass über das Kontroll- und Kommandosystem C 4 alle Ebenen der Sicherheitskräfte in Echtzeit darüber informiert waren, wo sich die Studenten seit ihrer Abfahrt von der Schule in Ayotzinapa aufhielten und was danach geschah. Damit sei auch der mexikanische Staat Mitwisser und Mittäter des Verbrechens, schlussfolgert Sonja Peteranderl in ihrem Beitrag für die ZEIT.

Der renommierte Sicherheitsexperte Edgardo Buscaglia forderte gegenüber der ZEIT erneut, die Polizeizusammenarbeit solange auszusetzen bis es Sicherheiten für die Durchsetzung von Antikorruptionsmaßnahmen gäbe, sonst würde das Training [mexikanischer Polizisten] der organisierten Kriminalität direkt in die Hände spielen.

Mit Buscaglias Spezifikation von „Sicherheiten für die Durchsetzung“ wird klar, dass es unter Enrique Peña Nieto keine Polizeizusammenarbeit geben dürfte.

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