Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen !!

Am Freitag, den 7. November präsentierte der mexikanische Generalbundesstaatsanwalt Jesús Murillo Karam die Zeugenaussagen dreier mutmaßlicher Mitglieder des Drogenkartells Guerreros Unidos, die angeblich ausgesagt hätten, dass die Leichen der 43 verschwundenen Studenten so lange verbrannt wurden, bis nur noch Asche und Knochenreste übrig waren, die daraufhin in Plastiksäcke verpackt in den Fluss San Juan geworfen worden sein sollen.

Die berechtigten Zweifel an dieser Darstellung werden in einem taz-Beitrag der taz vom 20.11.2014 von der Philosophiestudentin Mariana Rivera auf den Punkt gebracht. Sie fragt, wie es möglich sein soll, dass drei Männer 43 Leichen in einer einzigen Nacht komplett verbrennen und anschließend die heiße Asche in Plastiktüten zum Rio San Juan bringen. in der Tat eine irrsinnige Vorstellung, wo doch stundenlang über 900 Grad notwendig wären, um aus Knochen Asche werden zu lassen. Und wie viele Kanister Brennstoff hätten die Drei herbei schaffen müssen, um das Ganze zu bewerkstelligen?

Nicht nur für Mariana Rivera ist ein Ablenkungsmanöver, mit dem Präsident Enrique Peña Nieto hofft, den den „Fall“ abschließen zu können. Aber der „Fall“ beschränkt sich nicht auf die 43 Studenten. Der „Fall“ ist die jahrzehntelange Politik der Straflosigkeit der mexikanischen Regierungen.

Der erwähnte Beitrag in der taz findet sich hier.

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